Zwei Anfänger- und sieben Regatta-Optis nutzten die Herbstferien noch einmal, um ihre Optis übers Wasser zu bewegen. Bei goldenem Herbstwetter mit stabilen 2 bis 3 Beaufort am ersten Tag, trübem „Psychiaterwetter“ bei ebenfalls stabilen 2 bis 3 Beaufort am zweiten Tag und teilweise sonnigem, dafür aber nahezu windstillem Wetter am dritten Tag verging die Zeit wie im Flug. Doch nicht nur die „Kleinen“ nutzten die Gelegenheit: Auch die „Großen“ drehten auf ihren Lasern/ILCAs und 420ern ihre Runden über den See. Betreut wurde das Ganze von unserem starken Trainerteam, das mit Alex künftig zusätzliche Verstärkung erhält. Die Versorgung an Land übernahmen die Eltern, sodass niemand hungrig blieb oder gar unter Kaffeeentzug leiden musste.
Für die Optis war das Trainingsprogramm mit einer bunten Mischung seglerischer Aufgaben gefüllt. Für unsere beiden Anfänger begann der Montag mit freudbetontem Manöver- und Kurssegeln, sodass die im Sommer erlernten Fähigkeiten vertieft und gefestigt werden konnten. Bei den Regattakindern stand der Vormittag unter dem Motto „Einsegeln“. Am Nachmittag folgten Startübungen mit einem kurzen Up-and-Down-Kurs zur Simulation der Nachstartphase sowie Übungen zur Bootsbeherrschung, etwa im Wind stehen oder rückwärts segeln. Der späte Nachmittag und frühe Abend wurden an Land genutzt, um die Erfahrungen theoretisch aufzuarbeiten. Dabei wurde am Montag auch gleich ein würdiger Name für unsere tolle Opti-Truppe gefunden. Mal sehen, wie lange uns der Name „Ladebatschen-Bande“ begleiten wird.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Manövertrainings. Regattawenden, Halsen und Schiften wurden immer wieder geübt, und die Begriffe Sitzposition, Luvbändsel, Leebändsel und Segelstellung hallen vermutlich noch heute über den See. Den Abschluss bildeten zwei Wettfahrten. Der erste Start begann direkt mit einem allgemeinen Rückruf, da fünf der sieben Optis zu früh über der Linie waren. Aber ein Frühstart ist immer noch besser, als aus der dritten Reihe zu starten, zumindest aus psychologischer Sicht. Schließlich zeigt er, dass sich die Kinder trauen, vorne mitzufahren. Nach Theorieeinheit und Spielspaß fand am Abend traditionell unser Pizzaabend statt. Ob man nach dem dritten Mal bereits von einer Tradition sprechen kann, sei dahingestellt.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Saisonabschlusses. Bevor in der Mittagspause mit dem Abbau der Boote für die Wintereinlagerung begonnen wurde, nutzten wir den leichten bis nahezu nicht vorhandenen Wind noch einmal für ausgiebiges Streckensegeln. Das inzwischen ebenfalls traditionelle Grillen wurde anschließend vom Bootsabbau begleitet, und zwei Optis erhielten bereits neue Segel für die kommende Saison. Ein herzliches Dankeschön geht an die Sparkasse Oder-Spree für ihre Unterstützung. Um 16:45 Uhr standen dann alle Boote, egal ob Jugendsegelboot, Schlauchboot oder Motorboot, wieder im Schuppen. Der Winter kann kommen.
Abschließend bedanken wir uns noch einmal beim engagierten Elternteam an Land, bei unserem Trainerteam und natürlich bei den Kindern, die wieder mit viel Motivation und Begeisterung dabei waren.
Ein ganz besonderer Dank gilt außerdem unserem Seniorenbereich, der seinen Sliptermin erneut nach hinten verschoben hat, um der Jugend den Zugang zum Wasser zu ermöglichen.
Natürlich war es das für die Optis noch nicht. Für Anfänger und Regattasegler beginnt nun die Theorie- und Athletikphase. Und auch die „Großen“ werden im Winter nicht verschont bleiben und den einen oder anderen Schweißtropfen auf Papier und Hallenboden hinterlassen müssen.
Mast- und Schotbruch wünschen die Trainer der Ladebatschen-Bande!
